Posts mit dem Label regen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label regen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. März 2020

Wochenglückblick (3-20)

Hallo ihr Lieben,

endlich schaffe ich es mal wieder zu schreiben. Die letzten Wochen waren voller schöner Momente. Ich hoffe, dass ich eine gute Auswahl treffe ;-)

Wir haben Vogelhochzeit gefeiert und hatten liebe Gäste, die uns mit feinen Leckereien versorgt haben. Wer es nicht weiß: Die Vogelhochzeit ist eine Tradition in der Lausitz. Kinder stellen einen Teller raus und die Vögel bedanken sich für das Füttern im Winter mit ein paar Süßigkeiten.  Eigentlich hatten wir also so ein köstliches Mahl gar nicht verdient: Wir haben nur unsere Brötchenkrümel auf den Balkon geworfen... Glück gehabt.



Mit dem Schnuffelchen war ich viel unterwegs und so mancher Spaziergang wurde mir mit tollen Sonnenuntergangsstimmungen versüßt. Da bin ich doch gleich nochmal motivierter raus zu gehen.


Auf einem dieser Spaziergänge bin ich auch auf dem Sperrmüll fündig geworden. Stühle! Wer schmeißt denn so etwas weg. Der Regen spielte mir in die Karten, denn ohne Handy musste ich mit Schnuffelchen auf dem Rücken nach Hause flitzen und hoffen, dass uns niemand die Schätze weg schnappt. Hat geklappt. Der Tanzmann hat brav alles geholt und wir haben jetzt mehr Sitze für Gäste - und Notfallgitter für das Schnuffelbaby.


Den Frühling brachte der Tanzmann zum einjährigen Jubiläum in unser Heim. Wir waren dann fein Schlittschuhlaufen und die Oma hat auf Schnuffel aufgepasst. Das war für alle aufregend und hat hervorragend geklappt.


Einen Hauch Winter hatten wir dann gestern. Es lag doch tatsächlich mal Schnee. So schnell er kam, ist er leider auch wieder gegangen. Aber schön war es trotzdem mal!


Jetzt freue ich mich auf die neue Woche. Hoffentlich schaffe ich es wieder öfter zu berichten!

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 4. August 2019

Wochenglückblick (31-19)

Hallo ihr Lieben,

mmmh, diese Woche habe ich ganz spontan Erdbeertorte gemacht. Der Biskuitboden ist ja fix gebacken und auf dem Markt gab es leckere Erdbeeren, in Pappschachtel, aus dem Nachbarort. Sogar den Tortenguss habe ich selbst angerührt - geht so einfach mit Stärke. Warum ich jemals welchen gekauft habe, frag ich mich.. Zur Sicherheit ist das Foto aber vorm Gießen gemacht.


Nachdem der Tanzmann oft genug betont hatte, dass noch rote Bete aus der Retterbox da sei, gab es sie dann auch. Zusammen mit Kartoffeln und aus dem Ofen schmeckten sie ihm auch gut.


Ein bereits hier erwähntes Projekt, das Tragecover für den Rücken, ist mittlerweile fertig geworden und hat die Feuer - bzw. besser Regentaufe bestanden. Die Ärmel de alten Jacke sind anderweitig verarbeitet und ich kann, bis auf die Kapuze, auch alles allein anziehen. Nur das Bändchen hat Geld gekostet, der Rest viel Geduld und Konzentration.


bis bald
die fitzliese

Sonntag, 5. Mai 2019

Wochenglückblick (18-19)

Hallo ihr Lieben,

diese Woche dreht sich fast alles um Essen. Der Tanzmann lief zu ungeahnten Höchstleistungen auf und hat uns gut bekocht. Dabei habe ich sogar auch wieder selbst gekocht - inklusive Stillen des Schnuddels im Tuch. Der Tanzmann hat sich aufgewärmt mit einem Obstsalat.


In die nächste Runde sind wir gemeinsam gezogen: wir hatten riesig Lust  auf Pizza, aber bestellen wäre blöd gewesen. Also habe ich Teig und Sauce vorbereitet und der Tanzmann hat vollendet. Nicht wie mit dem Pizzastein, aber gut!


Vom Erfolg motiviert wagten wir (ich als Anleitung) uns an Kartoffelauflauf. Das Ergebnis hat uns beide sehr erfreut und gut gesättigt. Ein gutes Team eben.


Auf dem Balkon wird es auch langsam grün und ich freue mich schon besonders auf den Salat. Dank des Regens und des Bades von Schnuffel haben wir jetzt zu viel Gießwasser. Mal sehen, wie lange dieser Luxus anhält..



Viele schöne und überraschende Geschenke für Schnuffel, eine Rose, der Besuch der Schnuffeloma, ... haben mich diese Woche außerdem erfreut und beglückt.

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 10. Juni 2018

Wochenglückblick (21-18)

Hallo ihr Lieben,

huch, wie die Zeit verfliegt. Letzte Woche habe ich euch etwas vernachlässigt, dafür gibt es aber gute Gründe. Der Tanzfreund und ich hatten zu viel vor. Besuche und vor allen Dingen mussten wir ganz viel Obsttorte essen.


Wir haben ebenso unsere handwerklichen Fähigkeiten getestet. Im neuen Haus von fitzlieses Mama haben wir mittlerweile gefühlt die halbe Kollektion des schwedischen Möbelhauses aufgebaut. Ein bisschen spazieren sind wir danach auch noch gegangen.


Andere Häuser wollten auch besucht werden. Da gab es noch einmal massig Erdbeeren und Johannisbeeren. Den größten Teil habe ich zu Eis gemacht, das jetzt fröhlich vor sich hin friert. Lecker!

Seit heute ist es ja nicht mehr so nötig, der Regen hat uns (ENDLICH) abgekühlt und unsere Regenwasserreservenauffangkonstruktion zum ersten Mal befüllt. Hurra.

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 12. November 2017

Wochenglückblick (44-17)

Hallo ihr Lieben,

der November ist mit voller Kraft da, aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch schöne Dinge zu berichten gibt.. Zum Beispiel habe ich ausnahmsweise mal Blumen verschenkt. Wer mich kennt, weiß, dass Hortensien nicht gerade zu meinen Favoriten gehören. Diese blaue habe ich aber vollkommen freiwillig und ganz bewusst ausgesucht!


Endlich bin ich auch dazu gekommen, mal wieder Seife zu verschicken. Hoffe, dass sie gut angekommen ist. Jedenfalls habe ich sie im Dunkeln durch den Regen getragen und den Briefmarkenautomaten mit Kleingeld gefüllt. Die Briefe passten gerade so in den Kasten, was für ein Abenteuer!


Eine geborgte Matratze habe ich weiter weiter verborgt, das war lange nötig, denn sie war im Weg. Im Auto war das sehr kuschelig, aber es ist geglückt..


Der Tanzpartner hat gestern schön mit Familie und Freunden gefeiert, die Blumen hatten ja ihren Grund.. Das war jedenfalls sehr schön und auch ziemlich entspannt. Jetzt gibt es massig Pfannkuchen und überhaupt zu Essen. Das mussten wir gleich mal noch im Herbstwetter "hinausspazieren".


Schön war es. Jetzt ist auch der Regen angekommen und drinnen ist es gemütlich trocken.

bis bald
die fitzliese

PS: Ein super schönes Konzert gab es am Samstag Abend übrigens auch. Immer wieder schön, wenn Künstler auch mehr zu sagen haben, als drei Töne.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Wochenglückblick (41-17)

Hallo ihr Lieben,

diese Woche habe ich mal wieder eine Einladung zur Blutspende im Kasten gehabt. Diese war mit persönlicher Widmung und Bitte doch zu gehen. Ich habe aber noch einen Monat Zeit bis zum nächsten Mal. Bitte keine Hektik ;-)


Diese Woche haben wir uns Gäste eingeladen um endlich die Wohnung auf Hochglanz zu bringen. Das hat auch geklappt. Wir haben zur Pizza geladen. Die haben wir vor lauter Gier gar nicht erst fotografiert. War also gut. Dafür ein Bild vom Frühstückstisch.


Dann habe ich diese Woche meine alte Wohnung erfolgreich abgegeben. Alles gut, sogar mein Rollo habe ich veräußert. Dafür habe ich jetzt morgens so einen tollen Blick.


Heute ging es trotz regnerischen Aussichten auf einen längeren Spaziergang in Richtung Polen. Die schöne Allee hatte ich mal wieder vollkommen verdrängt, so hat der Tanzpartner auch gleich etwas Neues von Zittau gesehen.


Dank super Timings haben wir dann noch auf die Bimmelbahn warten können und die Sonne  genießen können, die wider Erwarten doch heraus kam.


Damit entlasse ich euch in eine neue Woche ;-) bei mir geht es morgen zur Weiterbildung. Bin schon gespannt.

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 24. September 2017

Wochenglückblick (37-17)

Hallo ihr Lieben,

die letzte Woche war für mich besonders schön, denn es gab massig Blumen für mich. Und Briefe. Und liebe Worte. Und leckeres Essen. Und gemeinsame Zeit. Ja, richtig, ich hatte Geburtstag ;-) Die Fotos sind leider nur im Lampenschein gemacht. Die Rosen sind bei Tag viel schöner. Dazu gab es sogar noch ein leckeres Essen. (In der Provinz wird dreiviertel neun übrigens schon die letzte Runde gemacht...)





Eine liebe Kollegin hatte mein Schottlandalbum gesehen und sich gemerkt, wie sehr ich von der Heide geschwärmt habe. Also habe ich gleich mal welche für mich bekommen. Sehr schön!




Eine andere Kollegin hat mir - um meinen Antiplastikwahn zu unterstützen - eine schicke Brotdose geschenkt. Wenn ich mein Frühstück für morgen da so drin sehe, denke ich fast, dass es zu gesund sein könnte. Na, zur Not trinke ich heimlich noch eine Cola als Gegenmittel.




Ich war diese Woche viel unterwegs und habe mir dafür auch andere Sachen mitgenommen, als gesunde Brote. Diesen leckeren Salat zum Beispiel. Der rote Bete Aufstrich war noch übrig und ich finde die Farbe einfach mal sehr genial. Geschmeckt hat das Ganze übrigens obendrein auch noch.




Zum Wochenabschluss war ich mal wieder etwas ausführlicher spazieren - andere würden es wandern nennen? Es ging in Richtung Tschechien. Das Wetter spielte auch so einigermaßen mit, denn es regnete nicht. Gesehen hat man leider auch nicht viel in der Ferne, dafür aber viele Pilze in der Nähe. Dieses Exemplar blieb natürlich stehen. Für eine große Pfanne voller Waldpilze hat es heute mit genießbaren Pilzen gereicht. Sehr zu empfehlen.




Ich wünsche euch eine schöne Woche. Kommt gut im Herbst an.

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 13. August 2017

Wochenglückblick (31-17)

Hallo ihr Lieben,

es ist Sommer und so langsam gefällt er mir auch, denn es wird kühler :D Zum draußen Sitzen hat es diese Woche sogar auch gereicht. Die Chorfete stand an und wir waren sogar im Freien. Ich habe mich mal wieder an Aufstrichen versucht. Diesmal fand ich eigentlich alle ziemlich lecker. Dazu gab es frisches Brot. Das schmeckt immer.




Mein Bullet Journal hat einen neuen Schmuck bekommen. Nur so schwarz, wie es davor aussah, war mir dann doch zu langweilig. Ich hab ganz freudig gestaunt, wie viele rote Bänder ich doch da habe. Ist aber nur bei rot so. Andere Farben müssen noch ausgebaut werden.


So schick hat es mich gleich motiviert den September anzufangen. Da fiel mir ein schönes Motiv auf, dass ich dann mal frech übernommen habe. Irgendwie fast zu niedlich. Füchse sind schon was Feines. Das lenkt auch ein wenig vom überfüllten Terminplan im September ab.


Meine neue Shampoo-Seife habe ich auch (vorzeitig) ausprobiert. Es konnte nicht mehr warten, ich wollte wissen, ob sie gut geht. Und ja, ich bin sehr zufrieden. Die Haare sind schön weich und fühlen sich toll an.

Zu guter letzt bin ich heute bei meinem Sonntagsspaziergang heute richtig eingeregnet worden (ohne Bild...). Meine Schuhe liefen irgendwie über - ich wusste gar nicht, dass das geht. Zum Glück habe ich aber ein trockenes Zuhause und mache es mir jetzt hier gemütlich. Euch eine schöne Woche!

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 30. Juli 2017

Wochenglückblick (29-17)

Hallo ihr Lieben,

meine letzte Woche war ziemlich verregnet. Doch das war natürlich kein Grund drin zu bleiben und Däumchen zu drehen oder gar zu schmollen. Es ging jeden Tag raus und die frische Luft soll ja gesund sein. Gilt das eigentlich auch mit nassen Füßen? Hier wurde übrigens schon Goethe inspiriert, mich erfreute vor allem das Dach über dem Kopf.


Ich habe das Geocaching für mich entdeckt. Selbst bei schlechtem Wetter motiviert das Suchen nach "einem Schatz" sehr und die Freude über einen Fund lässt die nassen Füße schnell vergessen sein. Manchmal gibt es ja beim Wandern auch einen Unterschlupf, wie hier:


Ok, das ist eine Trollhütte... In die hätte ich (großenmäßig) nicht ganz rein gepasst, aber süß ist das schon. Man sieht so schöne Dinge beim Cachen, die man echt einfach ignoriert hätte. Echt schönes Abenteuer im Technikzeitalter. Das nächste Bild ist leider kein Cache, dafür aber umso interessanter.


Dieses Bild konnte ich euch nicht vorenthalten. In den letzten Tagen hat mich übrigens noch viel mehr glücklich gemacht: gemütliches Filme schauen am Abend, Sonntagsfrühstück am geliebten Hügel mit Blick ins Tal in bunter Familienrunde und das unerwartete Wiedersehen mit der liebsten Freundin! Hoffentlich seid ihr auch so reich beschenkt worden.

bis bald
die fitzliese

Sonntag, 2. Juli 2017

Laggan Locks-Fort Augustus

Hallo ihr Lieben,

diesen Tag kann ich als Erfolg verbuchen, wir sind wieder angekommen und es hat fast nicht geregnet. Der Great Glen Way ist ganz anders als der West Highland Way letztes Jahr. Alles viel flacher, dafür mehr Wasserwege (nur) und gefühlte 1000 Schleusenanlagen.

Unterwegs gibt es manchmal kleine Toilettenhäuschen mit Komposttoiletten. Die sind verschlossen, Schlüssel gibt es beim Ranger irgendwo. Heute war eine Tür weit offen und ich neugieriges Wesen musste reinschauen: besetzt mit Chillmann, der gerade sein Frühstück aus der Schüssel kratzte. Ok, ich hätte doch gerne verzichtet.. Statt diesem Bild zeige ich euch eins von einer ehemaligen Zuglinie.


Unser Mittagessen wollten wir an einer der zahlreichen Schleusen einnehmen und dabei etwas den Schiffen zusehen. Dafür gab es sogar eine geniale Bank mit integriertem Tisch. Wir setzten uns, aber die Schleusenmenschen setzten sich ebenfalls zum Mittag und der Regen setzte ein. Also haben wir alles zusammen gepackt um dann festzustellen, dass der Regen wieder aufhörte. Na ja. So ist das eben in Schottland.


Zwischendurch sah es auf der Karte so aus, als ob wir schwimmen müssten. War dann aber doch ein Weg für uns da und sogar ein sehr schöner mit vielen Blumen.


In Fort Augustus angekommen, begrüßten uns 6 Schleusen hintereinander und eine ziemlich menschenvolle Stadt. Das war also ein ganz schöner Kontrast zu unserer gestrigen Abgelegenheit. Auch ok, irgendwie, so konnten wir mal wieder heiße Schokolade mit Marshmallows genießen.


Jetzt lecken wir unsere Wunden, sind frisch geduscht und freuen uns auf ein schönes Essen im Ort.
bis bald
die fitzliese

Donnerstag, 29. Juni 2017

Glasgow-Fort William

Hallo ihr Lieben,

heute gehörten wir zu den frühen Vögeln und zogen schon um sechs vom Hostel aus los. Im Trockenen gelangten wir zum Bus und der war sogar pünktlich da. An Bord hatten wir dann einen sehr komischen Vogel: Modell sterbender Schwan oder schwankender Sterbender. Entweder er hustete dramatisch oder er stolperte durch den Bus oder er stieß mit dem Kopf irgendwo an oder er schnorrte Zigaretten oder saß einfach nur nervös herum. Leute gibt’s… In Tyndrum machten wir in Wind und Regen einen “Comfort stop”. 5 Minuten. Über die Definition von Komfort muss ich nochmal mit dem Busfahrer ins Gespräch kommen.

In Fort William angekommen, holten wir erstmal unser Frühstück nach und ich konnte mein Handy laden. Sonst hätte es heute keine Bilder gegeben.


Nach ausführlichem Entspannen im Café zogen wir weiter, diesmal wirklich mit dem Zug. Wir sind *Trommelwirbel* mit dem Harry Potter Zug unterwegs gewesen. Sogar vom Viadukt konnte ich ein Foto machen. Besonders lustig waren die Menschenmassen an allen möglichen Aussichtspunkten im Tal. Überall blitzten die Kameras, da fühlte ich mich fast wie ein Star
.

Der Zug war auch für uns geleert worden, wie ihr seht. Nun ja, eigentlich war er ausgebucht, wir waren mit unserem Gepäck nur die letzten beim Aussteigen.


In Mallaig regnete es und wir waren in jedem Laden. Dreimal. Und dann hatten wir immer noch Zeit. War leider nicht so toll, aber für das Wetter kann ja keiner was. Und wenn dann die Zugladung das Dorf flutet, ist es nur logisch, dass jeder Platz in jedem Café belegt ist. Der Zug ist trotzdem cool. Wir hatten auch sehr nette Sitznachbarn. Dem einen "gehörten" ein paar Katakomben in Edinburgh. Seine Familie hat da eine Touristenattraktion.. Verrückt.

Zum Abschluss haben wir noch unsere Unterkunft gut gefunden und sind zufrieden zum Essen spaziert. Schaut mal, was für ein toller Blick das von unserem Zimmer aus ist!



Schritte sind für heute alle getan. Morgen geht es endlich los!

bis bald
die fitzliese

Mittwoch, 31. August 2016

Big Pit

Trotz - oder vielleicht gerade wegen - des super Wetters habe ich heute vollkommen vergessen zu fotografieren. Also gibt es nur einen Kurzbericht.

Nach einem ruhigen Vormittag in der Stadt ging es heute unter Tage. Wir fuhren in die sogenannte Big Pit ein. Dort wurde bis in die 80er Jahre Kohle gefördert und heute führen ehemalige Bergleute durch die Weltkulturerbestätte.

Das ist sehr unterhaltsam, denn die Bergleute sprechen einen schönen walisischen Akzent und wissen, wovon sie reden. Als Erzgebirgspflanze fand ich es sogar auch lehrreich, obwohl ich früher jährlich eingefahren bin.

Die Grube hat immer noch vier Kanarienvögel um die Sicherheit der Atemluft unter Tage zu testen, da sie offiziell noch in Betrieb ist. Das ist Vorschrift, auch wenn weder gefördert wird, noch die Vögel zum Einsatz kommen würden. (Bei Sauerstoffmangel fallen die Vögel eher in Ohnmacht, da ihr Herzschlag um ein Vielfaches höher ist als beim Menschen.)

Das ist alles für heute,
bis bald.
die fitzliese

PS: heute habe ich ENDLICH das Geheimnis hinter den Zahlen auf britischen Nummernschildern gelöst. Uuuuh, ist das schön, jetzt Bescheid zu wissen!

Montag, 11. Juli 2016

Tag 11: Ben Nevis

1344 m ü NN misst er, der größte Berg des Vereinigten Königreichs, an dessen Fuße wir gestern wild träumten. Unser Hostel liegt fast auf Höhe des Meeresspiegels, also hatten wir uns bis zum Gipfel viel vorgenommen. Zu den 4500 Höhenmetern vom WHW kamen also noch die des Ben Nevis hinzu. Da können wir von Glück reden, dass der Krater des ehemaligen Vulkans zusammengebrochen ist, sonst läge der Gipfel heute weitere 600 m höher!!

Direkt hinterm Hostel geht ein steiler Pfad zum eigentlichen Aufstieg des Ben Nevis. Gut aufgewärmt trafen wir nach einer halben Stunde auf den offiziellen Weg - einen ehemaligen Ponysteig. Ich habe keine Ahnung, wie ein Pony die manchmal hüfthohen Stufen überwinden sollte; wahrscheinlich handelt es sich um die seltene Art der vollgefederten, schottischen Bergponys.?

Auf halbem Weg kommt man an ein Plateau, dort gibt es auch einen See und einen Weg, der die gefährlichere Nordseite wieder hinunter führt. Mittlerweile waren wir aber so in der Wolke, dass ich weder das eine noch das andere wahrnahm. Nach über einer weiteren Stunde voller Haarnadelkurven auf Schotter im Nebel und Regen erreichten wir... Schnee! Das hellte irgendwie die Stimmung wieder auf.

Ganz oben angenommen, waren wir patschnass, aber zufrieden. Zum Glück konnte man die Ruinen der ehemaligen Wetterstation auf dem Gipfel ansehen. Denn mehr konnte man nicht sehen. Die Wetterstation da oben ist nur eine Kuriosität. Eines der ersten Modelle von Ford wurde auch den Gipfel hochgefahren und sogar heil wieder herunter gebracht. Zurück ging es den gleichen Weg, die Schemen der anderen Wanderer dienten zur Orientierung.

Auf halber Höhe entdeckten wir dann doch den See und den anderen Pfad, die Wolke hatte sich etwas gehoben. Bis über den Gipfel tut sie das übrigens immer nur an zehn Tagen im Jahr. Darauf lohnt es sich also nur bedingt zu warten. Na, wir waren jetzt jedenfalls oben und sind ganz glücklich!  War auch mit Wolke ein Erlebnis.

Morgen gehts nach Glasgow und dann ist die Fahrt zu Ende, schade (meine Füße sind da anderer Meinung)

die fitzliese und Mitläuferin

Freitag, 8. Juli 2016

Tag 9: Glencoe (Kingshouse) - Kinlochleven

Die vorletzte Etappe auf dem WHW ist geschafft. Wer hätte das gedacht, vor allem: welche Füße hätten das geglaubt? Meine wissen so langsam zwar nicht mehr, was sie sind und warum, aber nach 130 km +++ mit Rucksack kann ich es ihnen nicht übel nehmen. Immerhin sind sie blasenfrei ;-)

Der Weg nach Kinlochleven ist nicht zu weit, allerdings lagen heute der höchste und der tiefste Punkt des WHW zwischen uns und unserem Ziel. Mit dem Bus fuhren wir zurück nach Kingshouse und von dort ging es dann erstmal zurück Richtung Glen, diese Blickrichtung war auch wieder beeindruckend.

Irgendwann muss man aber auch mal raus aus diesen schönen Tälern und deshalb ging es in Haarnadelkurven auf 550m die Devil's Staircase hinauf. Es war schon anstrengend, aber dem Teufel sind wir unterwegs nicht begegnet, zum Glück! Das zweite Bild zeigt nochmal den stolzen Blick zurück von ganz oben aus.

Kurz nach dem "Gipfel" erreichte uns dann der obligatorische Regen, der heute auch nicht so recht nachlassen wollte. Ganz tapfer haben wir uns trotzdem den Weg auf fast 0m NN hinunter gestürzt und sind jetzt ganz froh, dass wir im Hostel statt Minihobbithöhle doch ein Zimmer gebucht hatten. Unterwegs trafen wir heute übrigens auch: Menschen in klatschnassem Unterhemd, Menschen nur in Tevasandalen über die Steine rutschend und einen Menschen nur im Shirt mit einem Müllbeutel als Regenschutz bekleidet (Löcher für die Arme später zugeknotet..). Gute Ausrüstung wird eben allgemein völlig überschätzt!

Langsam wächst die Vorfreude auf die letzte Etappe und hoffentlich den Aufstieg zum Ben Nevis!

die fitzliese und Mitläuferin

Sonntag, 3. Juli 2016

Tag 2: Drymen - Balmaha

Auch wenn der Beitrag von gestern leider noch nicht im Netz steht, schreibe ich einfach mal weiter.

Unsere Tour heute war erstmal bescheidener geplant. Der WHW ist gerade im Sommer stark frequentiert und wir haben bei der Planung der Unterkünfte Kompromisse eingehen müssen. Deswegen werden wir zwei Tage im beschaulichen Örtchen Balmaha verweilen. Ich kam gerade richtig ins Laufen und bin schon so gespannt auf den Rest des Weges, studiere immer schon die Karte für übermorgen. Meine Mitläuferin gleicht das aber mit Ruhe aus. Dann muss ich eben entspannen!

Es war eigentlich auch sehr gut, dass wir nur 12 km gelaufen sind. Teil des Weges war nämlich die Besteigung des Conic Hill, dort gab es statt Aussicht leider Sturm und Regen und wir hatten den Moment verpasst unsere Regenhosen anzuziehen... Wieder etwas gelernt! Also waren wir ganz froh, dass wir nicht durchweicht weitere 11km vor uns hatten. Ich meine, einmal gesagt zu haben, dass es auf dem WHW bestimmt keine Treppen gibt. Conic Hill hat mich auch diesbezüglich eines Besseren belehrt. ;-)

In Balmaha gibt es ein überraschend gutes Café. Dort haben wir uns heute schon die Zeit vertrieben. Unsere Unterkunft ist nicht ganz so schick wie die Mulberry Lodge in Drymen, aber immerhin wird sie von der örtlichen Monopolistenfamilie betrieben, die neben dem Inn, dem Café auch noch den einzigen Laden des Ortes betreiben.

Wir sind heute auch noch, nachdem der etwas nervige Regen nachgelassen hatte, am Ufer des Loch Lomond spaziert. Das war auch mal schön, so ganz ohne Gepäck. Abschließend noch zwei Fakten für euch:
1. Loch Lomond ist der größte Süßwassersee Schottlands.
2. Im 18. Jahrhundert war Balmaha Zentrum des Whiskeyschmuggels.
Ersteres passt gut in die Reihe der Superlative hier (siehe ältester Pub gestern in Drymen), letzteres finde ich irgendwie unterhaltsam. ;-)